TU BRAUNSCHWEIG
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Technologie-orientiertes Management


TOM TALK #04: Gigant im Wandel – Zukunft durch Innovation

Am Mittwoch, den 23.11.16, erlebten wir die vierte Veranstaltung unserer Vortragsreihe „Zukunft gestalten – Ökologie vs. Ökonomie“.

Bei diesem ToM Talk informierte Herr Dietrich Sümmermann über die neue Ausrichtung, die der angeschlagene Energiekonzern RWE eingeleitet hat. Durch einen drastischen Rückgang des Aktienkurses seit 2006 und sinkenden Preisen an der Strombörse, sah sich RWE gezwungen einen neuen, zukunftsfähigen Weg zu beschreiten. Als Resultat folgte die Umfirmierung der RWE in zwei zusammenhängende Gesellschaften, die klassische RWE als Up- und Midstream Versorger (Beschaffung, Veredelung und Transport der Energieträger), sowie Innogy als Downstream Versorger (Energieversorgung zum Endverbraucher). Als bezeichnend wurde hier herausgestellt, dass die RWE als Konzern mit dem bekannten Markennamen der Träger des konventionellen Energiegeschäfts bleibt, die neu gegründete Innogy als Träger der erneuerbaren Energien und Innovationen auftritt.

Letztere werden in dem knapp 18 Monate alten Innovation Hub generiert. Flache Hierarchien und angenehme Arbeitsatmosphären sollen Innovationen begünstigen. In wöchentlichen Meetings werden Ideen gesammelt, entwickelt und gepitcht. Überzeugen diese Ideen, werden die dem Innovation Hub zur Verfügung stehenden Mittel entsprechend den Projekten zugeteilt. In der Regel werden dabei drei Pitch-Runden durchlaufen. Zunächst wird die Idee gefördert, in Richtung Marktreife entwickelt und anschließend mit weiteren Mitteln ausgerollt. Eine abschließende Mittelverbesserung sorgt für das entscheidende Wachstum.

Die Ideen und Projekte stammen nicht ausschließlich aus den eigenen Reihen. Auch bei der Umsetzung gibt es Impulse und Unterstützung durch externe Partner. So werden fehlende Kompetenzen aufgenommen oder hinzugezogen. Die Zielsetzung dabei besteht darin, Lean Start-Ups zu gründen, die schnell marktfähig sind. Ferner hat sich herausgestellt, dass ein Bezug der Projekte zum eigentlichen Hauptgeschäft der Energieversorgung von Vorteil ist und zu einer höheren Akzeptanz führt. Diese Erkenntnis, die mit der Zeit auch aufgrund gescheiterter Projekte eintrat, unterstreicht den amerikanischen Ansatz, Raum für Fehler zu gewähren um dadurch Know-How zu gewinnen.

Eine weitere Aufgabe des Innovation Hubs besteht darin, zu verhindern, dass RWE das Schicksal erleidet, welche 89% der TOP 500 Firmen seit 1955 erleiden mussten. Daher führt das Innovation Hub eine disruptive Entwicklung durch, um den Konzern durch gezielte Zerstörung von innen heraus vor der Zerstörung von außen zu bewahren.

Wir danken Herrn Sümmermann für diesen spannenden Vortrag und werden den weiteren Werdegang von Innogy und dem Innovation Hub gespannt verfolgen.

Ebenfalls freuen wir uns auf die drei noch verbleibenden Referenten der diesjährigen Vortragsreihe.

Euer ToM Talk Team

Antonia, David, Iven, Lucas

TOM TALK #03: Compostella – die nachhaltige Verpackungsrevolution

Am Mittwoch, den 16.11.16, erlebten wir die dritte Veranstaltung unserer Vortragsreihe „Zukunft gestalten – Ökologie vs. Ökonomie“.

In diesem ToM Talk ging es um eine Verpackungsart, die besonderen Wert auf ökologische Nachhaltigkeit und Natürlichkeit legt. Solche Verpackungen stellt Herr Arnold Schleier mit seinem Unternehmen Compostella her und sagt den 94.000 t Plastiktüten, die jährlich verbrannt werden, den Kampf an.

Herr Schleier hat sein Unternehmen aus der Überzeugung heraus gegründet, Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. Spezialisiert hat er sich auf Lebensmittelverpackungen, die nach einmaliger oder nur geringer Nutzung weggeworfen werden. Durch seine Kontakte zu seinem ehemaligen Arbeitgeber, einer Papierfabrik in Hessen, die sich auf spezielle Papiere ohne chemische Zusätze für die Elektroindustrie spezialisiert hat, fand Herr Schleier auch sogleich eine geeignete Produktionsstätte für seine Produkte.

Das erste Produkt in der Reihe der nachhaltigen Verpackungen war einfaches Papier aus ungebleichtem Zellstoff. Recyceltes Altpapier konnte hier nicht als Grundlage dienen, da solch ein Papier nicht für den Einsatz an Lebensmitteln erlaubt ist. Die Verwendungsmöglichkeiten des einfachen Papierbogens waren relativ überschaubar und mit seinem Ohr am Markt entwickelte Herr Schleier sein nächstes Produkt, die Papiertüte. Die Papiertüte ist atmungsaktiv, fettdicht und auch geruchs- und geschmacksneutral. Nach 14 Tagen ist diese, je nach Umgebungsbedingung, restlos kompostiert. So entwickelte Herr Schleier seine Produkte weiter, beispielsweise gewachstes Papier gegen die Feuchtigkeit, kreierte aber auch neue Produkte, wie die Obstbeutel (Knotenbeutel) aus Maisstärke oder Geschirr aus Palmblättern. Dabei achtet Herr Schleier auch bei den Rohstoffen auf die Qualität. Durch Kontrollen stellt er zum Beispiel sicher, dass die Produkte keine Gentechnik enthalten.

Bereits in den 80er Jahren entwickelte Herr Schleier kompostierbares Papier ohne chemische Zusätze, allerdings sind erst in der heutigen Zeit ein allgemeines Bewusstsein und eine Nachfrage dafür entstanden. Die Kunden von Compostella sind hauptsächlich Naturwarenläden. Dort sind die Kunden bereit für Nachhaltigkeit und Natürlichkeit einen Preis zu zahlen. Die Kosten der Tüten sind mit 5ct fast doppelt so hoch wie herkömmliche Tüten aus Erdöl. In den herkömmlichen Supermärkten entsteht erst sehr langsam ein Bewusstsein für nachhaltige Verpackungen.

Für die Zukunft sieht Herr Schleier noch einigen Handlungsbedarf. Er selbst entwickelt gerade weitere Produkte, wie Klarsichtfolien und Klebeband, und sieht auch noch den Transportweg seiner Rohstoffe aus entfernten Ländern, wie die Palmblätter, als eine Herausforderung. Seine Vision ist es aber in Zukunft möglichst ohne entstehenden Verpackungsmüll auszukommen.

Wir danken Herrn Schleier für diesen spannenden Vortrag und sind schon neugierig auf die weiteren ToM Talks dieser Vortragsreihe.

Euer ToM Talk Team

Antonia, David, Iven, Lucas

TOM TALK #02: PRODUKTION IM WANDEL

Am Mittwoch, den 09.11.16, erlebten wir die zweite Veranstaltung unserer Vortragsreihe „Zukunft gestalten – Ökologie vs. Ökonomie“.

In diesem ToM Talk ging es um dem Wandel in der Produktion von den Anfängen der Industriellen Revolution bis zu den Herausforderungen der Zukunft.

Der Vortrag begann mit einer kurzen personellen Vorstellung seitens Herrn Tobias Engel. Er sprach über seinen Werdegang und wie er schlussendlich über sein Studium in eine Führungsposition in der Produktionsplanung gelangte.

Nach der Vorstellung seiner Person gab Tobias Engel eine Einführung in die Thematik mit dem Beispiel an einem Fahrrad. Zunächst stellte er die Frage ob das Fahrrad ökologisch und ökonomisch sinnvoll sei. Diese Frage ließ sich auf den ersten Blick mit „ja“ beantworten – man kann ohne CO²-Ausstoß und auch mit kleinem Geldbeutel größere Strecken schneller zurücklegen. Schaut man sich die Produktionsschritte im Detail an, ist dies jedoch nicht mehr so pauschal zu sagen. Anhand eines Rennrads zeigte Herr Engel dann auf, welche technische Innovation und Evolution möglich ist.

Anhand des Automobils, welches nicht grundlegend anders ist als das Beispiel mit dem Fahrrad, zeigte Herr Engel den konkreten Fortschritt von der Industrie 1.0 bis 4.0 auf. Zunehmend wichtiger wurde mit der Zeit die Bildung und Personalqualifikation, da simple Arbeiten zunehmend maschinell und automatisiert erledigt werden. Wichtige Themen sind heutzutage und auch in Zukunft noch Rohstoffmangel, Recycling und Nachhaltigkeit, besonders mit der zunehmenden Entwicklung von Elektromobilität.

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In naher Zukunft werden, laut Tobias Engel, Aspekte der Industrie 4.0 und Big Data eine große Rolle spielen. Jedes Bauteil eines Autos bekommt eine eigene Identifikationsnummer, sodass bei einem technischen Mangel die Ursache präziser diagnostiziert werden kann. Der Hersteller analysiert die konkrete Ursache für den Mangel und kann noch gezielter reagieren. Diese und weitere Informationen werden als „Big Data“ gesammelt, auch wenn es derzeit noch nicht immer eine Verwendung dafür gibt. Auch die Vernetzung von Auto und Handy wird zunehmend wichtiger. In diesem Punkt seien die traditionellen Automobilhersteller anderen Elektronikproduzenten noch etwas hinterher was Produktionskosten und Leistungsfähigkeit angeht.

Der Umstieg von herkömmlichen Autos mit Kraftstoffverbrauch hin zu E-Autos ist nach Herrn Engel eine genau so große Zäsur für den Volkswagen-Konzern, wie der Umstieg vom Käfer auf den Golf. Um die Produktion dafür sicherzustellen verlangt es Mut, diesen Sprung zu wagen.

Wir danken Herrn Engel für diesen spannenden Vortrag und sind schon neugierig auf die weiteren ToM Talks dieser Vortragsreihe.

Euer ToM Talk Team

Antonia, David, Iven, Lucas

connecToM Projektmanagement Stories

Im A380 werden ca. 500km Kabel verlegt und am Ende fehlte doch ein halber Meter. Der Grund ist die fehlende Kommunikation zwischen den Partnern aus Deutschland und Frankreich. Diese – zugegebenermaßen schon etwas ältere Geschichte – zeigt die Wichtigkeit von gutem Projektmanagement. In den Projektmanagement Stories, die der connecToM e.V. mit der ESE GmbH veranstaltete, erfuhren Alumni und Studierende von Heiko Schmidt (ESE GmbH) im Torhaus Nord die spannenden Erfahrungen eines Projektleiters im Rail-Bereich. So kann es beispielsweise durchaus passieren einen kompetenten Ingenieur aus dem Ruhestand für ein Projekt zurückzuholen. In einem anderen Projekt zeigte sich deutlich der kulturelle Unterschied, sodass ein positiver Verhandlungsabschluss doch nur ein nettes Gespräch war, weil der Ansprechpartner nicht mitteilen konnte (kulturell bedingt), dass er nicht unterschriftsberechtigt ist.
Der Vortrag von Herrn Schmidt entwickelte sich schnell zum anregenden Gespräch in großer Runde und mit Weinschorle, Lachsbrötchen und Pils wurden Hunger und Durst gestillt. Am Ende wurde in persönlichen Gesprächen die eigenen Projektmanagement Stories zum Besten gegeben und der Abend klang langsam aus.

 

TOM TALK #01: Von Forschung – Zur Anwendung

Am Mittwoch, den 02.11.16, erlebten wir die erste Veranstaltung unserer Vortragsreihe „Zukunft gestalten – Ökologie vs. Ökonomie“.

Im ersten ToM Talk ging es um Neuerungen in der Medizintechnik und wie diese Forschungsergebnisse in eine praktische Anwendung gelangen. Dr.-Ing. Stephan Schröder gab einen Einblick in seine Forschungsergebnisse an der Uni Hannover und berichtete von seinen Erfahrungen bei der Dissertation.

Der Vortrag begann mit einem kurzen Interview über den bisherigen Werdegang von Stephan Schröder und wie er von seinem Maschinenbaustudium zur Medizintechnik und insbesondere der Bildverarbeitung am Institut für Mess- und Regelungstechnik an der Leibnitz Universität Hannover gekommen ist. Zudem berichtete er über seine berufliche Laufbahn bei verschiedenen Unternehmen in teilweise auch unterschiedlichen Branchen, sowie seine Auslandsaufenthalte in Südkorea und den USA. Das Augenmerk lag allerdings bei Trumpf Medical, die Stephan Schröder bei seiner Industriepromotion begleitet haben.

Nach der Vorstellung seiner Person gab Stephan Schröder einen Einblick in die Gesundheitsökonomie. Er stellte dar, welche Akteure diesen Bereich beeinflussen und wie das Gesundheitssystem funktioniert. Dem deutschen System stellte Herr Schröder das US-amerikanische System gegenüber. Die Gesundheitsausgaben der USA sind deutlich höher (gemessen am BIP) als in Deutschland, welches bereits eine der höchsten Ausgaben in der europäischen Union verzeichnet. Auch wurden die jährlich steigenden absoluten Ausgaben Deutschlands für Gesundheit betrachtet, die aber – berücksichtigt man Inflation und Wirtschaftswachstum – seit Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau sind.

Betrachtet man die Zukunftsprognosen wird der deutsche Medizintechnikmarkt, der bereits mit 76 Mrd. € Umsatz der größte in Europa ist, weiter um 3,8 Prozent jährlich wachsen. Die zukünftigen Herausforderungen sind dabei neben Wettbewerbsfähigkeit und Umweltverträglichkeit insbesondere die Sozialverträglichkeit. Die Medizintechnik wird zukünftig auch, wie ebenfalls in vielen anderen Branchen, weiter vernetzt und Abläufe optimiert werden. Zudem finden auch hier vermehrt disruptive Innovationen Anklang, beispielsweise das Rapid Prototyping. Allerdings sind die Zulassungsverfahren und Zertifizierungen deutlich schwieriger als in anderen industriellen Anwendungen.

Die Technologie, an der Stephan Schröder geforscht hat, befasst sich mit der 3D-Bildverarbeitung und der Mensch-Maschine-Interaktion. Seine Wahl fiel auf die Gestensteuerung im OP-Bereich. Mittels Bildsensoren und Bildverarbeitung wurde ein System realisiert, welches zum einen Gesten von Personen erkennen und interpretieren kann, aber auch als Raumüberwachung dienen kann.

Die Bildverarbeitung kann in Zukunft einige Vorteile für die Medizin bieten. Es können beispielsweise Laufwege erfasst und optimiert oder aber durch berührungslose Interaktion die Sterilität gewährleistet werden.

Wir danken Herrn Schröder für diesen spannenden Vortrag und sind schon neugierig auf die weiteren ToM Talks dieser Vortragsreihe.

Euer ToM Talk Team

Antonia, David, Iven, Lucas

ToM Talk WiSe16/17

Hallo ToMs,

– es geht wieder los! Am 02.11.2016 startet der wöchentliche ToM Talk. Dieses Semester dreht sich alles um das Thema „Zukunft gestalten – Ökonomie vs. Ökologie“.

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Wir begrüßen alle Erstis

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Herzlich Willkommen!

Das Wintersemester steht vor der Tür und wie jedes Semester laden wir alle neuen ToMs herzlichst zu unserer Begrüßungsveranstaltung am Montag, den 17.10.16 um 14:30 Uhr in dem Raum RR 58.2 ein.
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ToM Talk #6: Integration von Zugsicherungen in Zugsteuerungen

An diesem Montag, den 09.05.2016, erlebten wir die sechste und somit letzte Veranstaltung unserer Vortragsreihe „IT enables Business“.

Im sechsten ToM-Talk ging es um das Thema „Integration von Zugsicherungssystemen in Zugsteuerungen“. Herr Herbert Haun (Geschäftsführender Gesellschafter), Herr Volker Elbers (Senior Project Manager/ Consultant) und Frau Leonie Drewa (Recruiting) gaben uns Einblicke in die Geschäftsfelder der ESE GmbH und mit welchen Herausforderungen und Projekten sie sich in ihrem Arbeitsalltag konfrontiert sehen.

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ToM Talk #5: Regulatorische Großprojekte im Finanzsektor

An diesem Montag, den 05.05.2016, erlebten wir die fünfte Veranstaltung unserer Vortragsreihe
„IT enables Business“.

Im fünften ToM-Talk ging es um das Thema „Regulatorische Großprojekte im Finanzsektor – AnaCredit on a Glace“. Dr. Martin Wolf, Projektleiter bei der Volkswagen Financial Services AG für das Projekt AnaCredit, gab uns Einblicke in sein Projekt AnaCredit, mit dem regulatorische Anforderungen, die durch die EZB als Konsequenz aus der Finanzkrise eingeführt wurden, umgesetzt werden.

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