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Technologie-orientiertes Management


ToM Talk #3 zur Großen Transformation zur kooperativen Webgesellschaft

Am Mittwochabend, den 5. November 2014, war die Halbzeit der TomTalk Vortragsreihe angesagt. Zum dritten Mal in Folge fanden sich die ToM Studierenden verschiedenster Semester zusammen und durften Dr. Gerald Fricke des Instituts für Wirtschaftsinformatik in ihrem Kreise willkommen heißen.

Kurz noch ein Selfie vor der Leinwand und daraufhin war Herr Fricke bereit für seinen Vortrag.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt konnten sich auch alle, die ihn  noch nicht kannten, auf einen unterhaltsamen Vortrag freuen. Denn wenn er eins verstand, dann ist es Studierende an einem Mittwochabend kurz vor einem Champions League Spiel des FC Bayern zum Zuhören zu motivieren.

Was hat ein Spargelfoto mit einem Twittergottesdienst zu tun? Mit dieser und anderen Fragestellungen befasste sich Herr Fricke während seines Vortrags. Im Fokus dessen Stand die Nachhaltigkeit in der Webgesellschaft und insbesondere seine Sichtweise auf das Web und seiner Vorstellung wie zukünftig mit dem Thema Nachhaltigkeit im Web umgegangen werden sollte. Bekanntlich unterliegt die Gesellschaft einem Wandel, dem Wandel hin zu einer Webgesellschaft. Dabei besteht eine Gleichzeitigkeit zum einen von einer Vereinheitlichung, fast jeder hat ein Profil bei einer Social Media Plattform und kommuniziert in unterschiedlichsten Formen darüber, und zum anderen aber auch von einer Ausdifferenzierung, kaum jemand hat mit einer anderen Person in Bezug auf mediales Interesse noch etwas gemein, es gibt kein kollektives Tatort gucken mehr, über das man sich am Montagmorgen austauschen kann. Aus diesem Grundgedanken entwickelte Herr Fricke in seinem Vortrag die Idee zur großen Transformation einer Gesellschaft: Es müsse neue Wege geben, hin zu einer Webgesellschaft. Diese Wege seien laut Herrn Fricke aber abhängig davon wie das Web von jedem gesehen wird. Bekannt aus Literatur und Medien kann das Web beispielsweise als Bedrohung, Heilsbringer oder Medium gesehen werden, worauf er aber weniger einging und seine Idee des Webs präsentierte. Das Web soll als kooperatives Web genutzt werden, als Assoziativraum, um Neues zu schaffen. In diesem Kontext band er das Thema der Nachhaltigkeit mit ein und verwies darauf, dass dies nicht ein Thema für die PR Abteilungen der großen Unternehmen sei, sondern vielmehr ein gesellschaftspolitisches Thema und dass es dabei viel mehr um die öffentliche Sache ginge. Eine öffentliche Sache, die die Webgesellschaft angehen, diskutieren und bewerten soll. Insbesondere geht es um ein Sprechen mit eigener Stimme und die schon genannten Assoziativräume zu schaffen, aus denen neue Bündnisse entstehen.

Und zum Abschluss: Was hat nun ein Spargelfoto mit einem Twittergottesdienst zu tun? Mit diesem Beispiel wollte uns Herr Fricke veranschaulichen, wie durch ein für die breite Masse irrelevantes, gepostetes Foto zwei fremde Menschen zusammenbringt, die dadurch einen neuen Raum und eine neue Idee ins Leben gerufen haben. Dadurch das Herr Fricke das Bild des Spargels gepostet hat und ein fremder Mensch dies kommentierte, der sich später als ein Pfarrer herausstellte, ist eine Verbindung zwischen diesen Menschen entstanden, die Herrn Fricke bis in die Kirche und zu einem Twittergottestdienst brachte. Die Kirche 2.0 entstand.

Zu guter Letzt stand Herr Fricke den vielen Fragen aus dem Plenum noch Rede und Antwort. Wir wollen uns herzlich bei ihm bedanken und freuen uns auf die nächste Woche und einem neuen und interessanten Vortrag zum Thema „sustainability and future development“.

Eure ToM-Talk Orgagruppe

Kommentare

  1. Freut mich, dass es Euch gefallen hat. Vielen Dank für die Einladung, hat Spaß gemacht!

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