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Technologie-orientiertes Management


ToM Talk #5: Gerald Fricke: Generation Y in der Webgesellschaft – Oder auch: Warum „keine Karriere machen wollen“ die besten Karrieren eröffnet

Zum bereits fünften Mal in diesem Semester trafen sich die ToM-Studierenden am Mittwochabend zum ToM-Talk. Dieses Mal sorgte ein für die meisten ToM’s bekanntes Gesicht für einen sehr unterhaltsamen Abend: Dr. Gerald Fricke, Politikwissenschaftler vom Institut für Wirtschaftsinformatik. Oder auch: Dr. Gerald Fricke – kritisch dialektischer Gesellschaftsphilosoph.

Die wohl wichtigste These des Abends unterstrich Herr Dr. Fricke mit seinem eigenen Lebenslauf.  Man muss nicht zwangsläufig einem strikten Karriereplan folgen: Wer das macht, was er am besten kann und was ihm am meisten Spaß bereitet, der wird vermutlich am ehesten zu seinem Traumjob finden. Das müsse allerdings sichtbar werden – zum Beispiel über die entsprechenden Schlagwörter. Dazu biete das Social Web, verstanden als ein Assoziationsraum für gemeinsames Handeln, fantastische Möglichkeiten.

Wer sich dem Internet verweigere, der handele ähnlich wie ein Automechaniker, der die Elektronik im Auto ablehnt. Darum sei das Wichtigste für unsere Generation die Partizipation an der großen Transformation zur Webgesellschaft: „Es geht um Anerkennung und Sinnstiftung in der Arbeitswelt. Das entspricht dem Wandel der modernen Massengesellschaft zu einer vernetzten Webgesellschaft.“

Doch was heißt das für uns? Sorgfältige Pflege von perfekten, glattgebügelten Profilen im Web? Nein! Wir stellen uns dar, auf Instagram, Twitter oder unserem eigenen Blog. Wir können über das sprechen, was uns wichtig ist und wir können uns darüber mit anderen verbinden – auch mit Leuten, die zum Beispiel in einem Unternehmen arbeiten, das neue Mitarbeiter sucht. Märkte sind Gespräche – das gelte auch für die Unternehmen. Frickes Appell: „ Folgt guten Leuten mit interessanten Themen im Social Web! Teilt Eure Inhalte, seid großzügig! Aus diesem Verbindungen im Assoziationsraum des Webs können sich sogar Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen oder Arbeitsplätze ergeben.“ Auch ein Tweet mit dem Foto des eigenen Mittagessens könne ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Denn: „Der Tweet weiß mehr als sein Autor“.

Im Social Web hat der Vortrag auch seine Spuren hinterlassen. Sowohl bei Twitter…

Als auch bei instagram:

https://instagram.com/p/2pvEB4oKzm/

Wir möchten uns bei Herrn Dr. Gerald Fricke für den lebhaften und lehrreichen Vortrag herzlich bedanken und wünschen auf dem weiteren „Weg der Karriere“ viel Erfolg!

Euer ToM-Talk-Orgateam

Kommentare

  1. Es war mir eine Ehre. Und ein Vergnügen. Und überhaupt: Danke für die Einladung!

  2. Danke auch für die Pecha-Kucha-Vorstellung! Hier noch, als Ergänzung mein Blog-Eintrag dazu: Was heißt und zu welchem Ende studieren wir Pecha-Kucha-Vorträge – „Die Webgesellschaft in der Lehre“: http://blog.wi2-tubs.de/die-webgesellschaft-der-lehre/

  3. Hier die Schlüsselszene: https://youtu.be/YhIMySt01rM

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